Inklusionsfirmen leisten wertvolle Arbeit

15. September 2017

Am vergangenen Donnerstag besuchte die Landtagsabgeordnete Ruth Müller gemeinsam mit der SPD Bundestagskandidatin Johanna Uekermann die in Straubing ansässige Inklusionsfirma Dimetria-VdK gGmbH. Bei einem Gespräch und einer anschließenden Führung durch die Druckerei mit dem Geschäftsführer Matthias Otto und der Prokuristin Mechthild Wagner wurde deutlich, dass Inklusionsfirmen wie Dimetria größerer Wertschätzung bedürfen. Johanna Uekermann und Ruth Müller sicherten Dimetria zu, dies mit voller Überzeugung voranzutreiben.

Frau Wagner und Herr Otto machten die Politikerinnen auf die besonderen Herausforderungen für Dimetria aufmerksam. Dimetria beschäftigt heute 75 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon sind  40 Prozent schwerbehindert oder gleichgestellt. Viele der schwerbehinderten Kolleginnen und Kollegen haben eine psychische Erkrankung. Bei Dimetria haben sie einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz, bekommen intensive fachliche Anleitung und sozialpädagogische Begleitung. Seelisch kranken Mitarbeitern wird durch die Arbeit Halt im Alltag gegeben und somit ein wichtiger Beitrag zur psychosozialen Versorgung geleistet. 

Um auf dem Markt konkurrieren zu können bedarf es aber noch besserer Unterstützung durch die Politik. Insbesondere öffentliche Aufträge sollten öfter an Inklusionsfirmen gegeben werden, forderten Wagner und Otto. Sie wiesen darauf hin, dass das neue Bundesteilhabegesetz den öffentlichen Auftraggebern die rechtliche Sicherheit dazu gibt. Uekermann erklärte, dass die SPD-Kreistagsfraktion, der sie angehört, dieses Anliegen bereits im Kreistag und beim Landrat vorgebracht hätte. Auch bei den Nachteilsausgleichen gibt es Handlungsbedarf. Inklusionsfirmen hätten einfach einen deutlich höheren Personalaufwand. Dieser müsse entsprechend ausgeglichen werden.

Uekermann und Müller zeigten sich sehr beeindruckt von der Arbeit, die bei Dimetria geleistet wird. Die Landtagsabgeordnete Ruth Müller sicherte ihre Unterstützung beim politischen Handlungsbedarf zu. Doch auch persönlich wolle sie etwas tun. Ihre Glückwunschkarten werde sie in Zukunft bei Dimetria drucken lassen, verkündete Müller zum Abschied.

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